Private Krankenversicherung im Vergleich
Ist die gesetzliche Krankenversicherung noch ausreichend?Im letzten Jahr sind bereits drei gesetzliche Krankenkassen beim Bundesversicherungsamt ihre drohende Zahlungsunfähigkeit angezeigt. Außerdem wird immer wieder darauf hingewiesen, dass viele Ärzte Privatpatienten bevorzugt behandeln oder sogar auf einen gewissen Anteil an Privatpatienten in ihrer Praxis angewiesen sind, um finanziell noch zurechtzukommen. Nun fragen sich natürlich viele Versicherte, ob die gesetzliche Krankenversicherung noch ausreichend und sicher ist. Der Wechsel in eine private Krankenversicherung kann in der Tat finanziell interessant sein und gleichzeitig sogar noch bessere Leistungen ermöglichen. Man sollte vorher aber prüfen, ob dies auch auf den eigenen Fall zutrifft, bevor man in eine private Krankenkasse wechselt, weil auch die gesetzliche Krankenkasse gerade für Familien einige Vorzüge haben kann.
Private oder gesetzliche Krankenversicherung, was lohnt sich für wen?
Der Wechsel in die private Krankenkasse lohnt sich vor allem für junge Arbeitnehmer mit einem günstigen Risikoprofil. Ältere Menschen haben oft vorbestehende, chronische Erkrankungen, die bei der Aufnahme in eine private Krankenkasse angegeben werden müssen und aus der Versicherung ausgeschlossen werden. Tritt eine Erkrankung dagegen erst nach der Versicherung auf, dann ist die Behandlung von der privaten Krankenversicherung abgedeckt. Auch für Arbeitnehmer mit hohem Einkommen lohnt sich der Wechsel, weil die private Krankenversicherung anders als die gesetzliche die Beiträge nicht nach dem Einkommen berechnet, sondern nach dem Erkrankungsrisiko. Oft gibt es bei privaten Krankenkassen auch spezielle Tarife für Menschen mit Bürotätigkeiten, weil diese statistisch gesehen ein geringeres Risiko für bestimmte orthopädische Erkrankungen haben. Es kann sich beim Wechsel in die private Krankenversicherung sogar lohnen, Nichtraucher zu sein. Anders sieht es dagegen für Familien aus, wenn nur ein Mitglied erwerbstätig ist und der Partner mitversichert wird. Bei der privaten Krankenversicherung müssen alle Familienmitglieder versichert werden, egal ob erwerbstätig oder nicht. Hier kann die gesetzliche Krankenversicherung die billigere Alternative sein. Auch bei niedrigeren Einkommensgruppen oder vorbestehenden Erkrankungen ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung oft nicht ratsam oder sollte genau geprüft werden.
Was kostet eine private Krankenversicherung?
Die Tarife für eine gesetzliche Krankenversicherung hängen nicht nur vor Gesundheitsstatus ab. Auch eine Eigenbeteiligung für eventuell entstehende Arztkosten oder die Entscheidung für Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung oder ein Einzelzimmer im Krankenhaus haben einen Einfluss. Je mehr Zusatzleistungen man versichert, desto höher sind die Versicherungsbeiträge. Der Vorteil für den privat versicherten Patienten ist in jedem Falle, dass man mehr Einfluss darauf hat, welche Leistungen man tatsächlich haben und bezahlen will. Als Kassenpatient hat man dagegen ein relativ genau festgelegtes Mindestangebot von Leistungen, die man kaum ändern kann. In jedem Falle lohnt es sich, vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages die verschiedenen Anbieter im Internet miteinander zu vergleichen, denn so kann man langfristig oft erhebliche Kosten einsparen. Der Versicherungsindex liefert Ihnen weitere hilfreiche Informationen zu diesen Themen.